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Position:   Konzernkritik

Konzernkritik

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Im Hauptversammlungsjahr 2011 widmen wir uns unter anderem dem Thema Greenwashing, dem Versuch von Konzernen, sich in der Öffentlichkeit durch PR- oder Marketing-Aktivitäten ihrem unsozialen, umweltfeindlichen und nicht nachhaltigen Geschäft einen grünen Anstrich zu verpassen. Greenwashing ist nicht harmlos. Mit einigen Vorzeigeprojekten und millionenschweren Anzeigenkampagnen versuchen Konzerne, ihr Image aufzupolieren und ein konzernfreundliches gesellschaftliches Klima zu erzeugen. Wir haben gute Gründe, dagegen vorzugehen.

Die "ethischen Geschäfte" der Deutschen Bank
"Alle unsere Geschäfte müssen nicht nur rechtlich sondern auch ethisch einwandfrei sein", sagte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann bei der Hauptversammlung 2011.
Die Kritischen Aktionäre wollten diese Behauptung nicht so stehen lassen und wiesen Ackermann nach, dass die Deutsche Bank die "radioaktivste Bank" Deutschlands ist, Streubomben finanziert hat, mit denen Libyens Diktator Gaddafi das Massaker von Misrata anrichtete und in USA Häuser brutal zwangsräumen und dann verfallen lässt.     

Seit 25 Jahren setzt sich der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre für mehr Umweltschutz, mehr soziale Gerechtigkeit und mehr Transparenz in den deutschen DAX-Konzernen ein. Im Folgenden finden Sie Kritikpunkte an den einzelnen Unternehmen, jeweils ihren Branchen zugeordnet:

Auto & Verkehr

Banken & Versicherungen

Chemie

Energie

IT & Kommunikation

Rüstung

Textil & Handel


Der Selbstbereicherung der Manager Einhalt gebieten: Die Vorstände in deutschen Unternehmen haben 2007 im Schnitt 17,5 Prozent mehr verdient als im Vorjahr. Innerhalb weniger Jahre haben sich die Einkommen der DAX-Vorstände vom 14-fachen des durchschnittlichen Belegschaftsgehalts auf das 44-fache erhöht. Die Wirtschaftselite treibt die Gesellschaft und sich selbst in eine gefährliche Diskussion: Sie fordert ständig Maß halten, erweckt aber nicht den Eindruck, als würde sie selber Maß halten. Wer so agiert, hat seine Glaubwürdigkeit verspielt. Bei den Vorstandschefs liegt bislang Dieter Zetsche von Daimler vorn. Er kam 2007 auf ein Jahresgehalt von 8,55 Millionen Euro. Das waren knapp 40 Prozent mehr als im Vorjahr. "Egal ob Herr Zetsche schafft, schwimmt oder schläft: Jede Stunde seines Lebens erhält er mehr als 1000 Euro auf sein Konto überwiesen", stellt Paul Russmann von den Kritischen Daimler-Aktionären fest. Kritische Aktionäre forderten in diesem Jahr anlässlich der Steuer-Affäre von Post-Chef Zumwinkel ein Verbot von Aktienoptionsplänen und die Begrenzung von Aufsichtsratsmandaten > Lesen Sie hierzu hierzu Pressemitteilung 05/2008 und Konzernkritik Deutsche Post.

"Große Bühnen, miese Shows": Im April und Mai finden die meisten Hauptversammlungen der DAX-Konzerne statt. Das Magazin €uro berichtet über die Inszenierung der Treffen mit den Kapitalanlegern und befragte dazu die Theater- und Wirtschaftswissenschaftlerin Dr. Brigitte Biehl und den Kritischen Aktionär Paul Russmann. Biehl weiß: "Großkonzerne nutzen die Techniken des Theaters, um sich selbst zu inszenieren und ihr Publikum in ihrem Sinne zu beeinflussen."Russmann findet, dass in den Hauptversammlungsdebatten kein fairer Dialog zwischen Aktionären und Managern stattfindet > Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

 

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